November 2012

PROGRAMM

 

01 Freitag

Flug Berlin – Addis Abeba
Am Abend Abflug von Berlin via Cairo nach Addis Abeba mit Egypt Air.

02 Sa.

Ankunft Addis Abeba – Butajira (120 km)/ MA
Ankunft in Addis Abeba am frühen Morgen. Transfer zum Hotel, Ruhe bis zum Mittag.
Nach dem Mittagessen und Besuch des Nationalmuseums, Fahrt in südwestlicher Richtung bis nach Butajira. Unterwegs, Besuch der Unesco-Weltkulturerbe-Stelen in Tiya . Übernachtung im Rediet Hotel.

03 So.

Butajira – Soddo – Gamo/ Dorze (Markt) -Arba Minch (350 km)/ FMA
Zunächst, Fahrt durch das Gebiet der Guraghe – dem wichtigsten Händlervolk Äthiopiens -in südwestlicher Richtung bis zum Abayasee. Anschließend passierten wir malerische Dörfer der Hadiya, der Wolayta sowie der Guji. Das Landschaftsbild ist durch grossflächigen Ackerbau und ausgedehnte Bananen- und Baumwollplantagen geprägt. Es gab reichlich Gelegenheit für Fotostops und Kralbesuche.
Mittagspause in Soddo. Anschliessend fuhren wir hinauf in die Dorzeberge, die mit dem Mount Guge einen über 4000m hohen Gipfel besitzen. Die Dorze sind berühmt für ihre Web- und Töpferwaren sowie ihre bis zu 12m hohen bienenkorbförmigen Hütten aus Bambus.
Kralbesuche bei den Gamo und Dorze. Ankunft in Arba Minch am frühen Abend.
Übernachtung im schön angelegten Tourist Hotel in Arba Minch.

04 Mo.

Arba Minch – Markt von Gato -Konso (120 km) / FMA
Am Vormittag fuhren wir durch die westliche Uferregion des Chamosees in das Gebiet der Konso. Unterwegs trafen wir auf die zahlenmäßig kleinen Volksgruppen der Ganjule, der Say Say und der Derashe. In Gato erlebten wir den ursprünglichen Wochen-Markt, auf dem Derashe und Konso ihre Waren handeln.
Am Nachmittag besuchten wir eines der einzigartigen Konso-Dörfer. Die Konso haben den Terassenfeldbau perfektioniert, organisieren sich nach einem komplexen Clan- und Generationsklassensystem und besitzen einen Totenkult mit Königsmumien und hölzernen Grabstatuen.
Übernachtung in der Kanta-Lodge oder in einem lokalen Hotel (z.B. Green Hotel).

05 Di.

Konso – Jinka (220 km) / FMA
Wir verließen die Konsoberge am Rande des Stephaniesees und erreichten nach der Überquerung des Weyto-Flusses das eigentliche Südomo-Tal. Hier leben knapp zwei Dutzend nomadischer /agro-pastoralistischer Gruppen auf eng begrenzten Territorium zusammen, die ihre ursprünglichen, naturnahen Lebensweisen noch nicht aufgegeben haben. Wir wurden hier mit Kulturwelten, Körperkulten und Initiationsriten konfrontiert, die sich deutlich von unserer Moderne abheben. Es versteht sich von selbst, dass diese interkulturelle Begegnung behutsam und respektvoll stattfand.
Zunächst traffen wir auf die halb-nomadisierenden Ethnien der Tsemay und Bena, bei denen nach wie vor der Besitz von Rindern das Sozialprestige begründet. Ausreichend Gelegenheit für Fotostops.
Fahrt bis nach Jinka und Übernachtung für zwei Nächte im Goh Hotel oder in einem ähnlichen lokalen Hotel. .

06 Mi.

Jinka – Mago N.P. – Mursi Siedlung – Jinka (170 km) / FMA Ausflug (ca. 170 km) zu einem der Mursi-Dörfer im Mago National Park. Die Mursi sind eine kleine Gruppe von etwa 5000 Menschen, die auf uns sehr fremd und exotisch wirken. Die Männer verzieren ihre Körper mit halbkreisförmigen Schmucknarben, die Verdienstzeichen für getötete Feinde oder erlegtes Grosswild darstellen. Die Frauen der Mursi sind wegen ihres einmaligen und außergewöhnlichen tellerförmigen Lippen-Schmuckes aus Ton weltweit bekannt. Diese Schmuckteller können bis zu 20 cm Durchmesser aufweisen und sind zugleich ein Ethnomarker wie auch ein ästhetisches Schönheitsideal der Mursi. Die Mursi wirken auf uns oft ungehalten und fordernd, entsprechend sollte man ihnen mit sehr viel Geduld begegnen. Rückkehr nach Jinka, Besuch eines lokalen Ari-Dorfes.

07 Do.

Jinka – Markt von Key Afer – Turmi (140km) / FMA
In Key Afer, dem Verwaltungszentrum der Bena, besuchten wir den Wochen-Markt, auf dem Tsemay, Bena, Hammar und Ari ihre Waren tauschen.
Weiterfahrt bis nach Turmi. Am Nachmittag besuchten wir ein typisches Dorf der Hamer, um die Lebensgewohnheiten und die Kultur dieses Volkes eingehend kennen zu lernen.
Jedes Dorf ist das Zuhause eines erweiterten Familienverbandes bestehend aus dem Vater, dessen Söhnen sowie deren Frauen und Kindern. Die Hamer-Frauen fetten ihre Haare mit einer Mischung aus Ockererde und geklärter Butter und drehen sie zu Korkenzieherlöckchen ein. Die Zahl der Halsringe einer Frau zeigt an, um die wievielte Ehefrau eines Mannes es sich handelt.
Die Männer frisieren sich kunstvolle Lehmkappen mit Inkrustrationen und Straussenfedern als Verzierung.
Übernachtung für zwei Nächte in der Turmi-Lodge.

08 Fr.

Turmi – Karo (Korcho)/ Hamer (Bullensprung oder Dasanech-Dorf – Turmi (120 km) / FMA
Am frühen Morgen begann unser Ausflug zu der kleinen Ethnie der Karo in der Nachbarschaft der Hammar. Die Karo leben in drei Dörfern direkt am Omo-Fluss, an dessen Ufern sie ergänzend zur Rinderzucht, Ackerbau betreiben. Die Karo sind Meister der Körperbemalung. Mit Kreideschlamm werden wunderschöne Leoparden-Muster und andere Texturen auf dem gesamten Körper aufgemalt. Die Frauen und Mädchen tragen Stifte in der perforierten Unterlippe, die früher aus Elfenbein gefertigt waren. 3
Am Nachittag, Besuch weiterer Hamer-Dörfer und eventuell die Teilnahme an einem Ukuli oder Bullensprung genannten Initiationsritual der Hamer. Das Ukuli markiert den Übergang vom Knaben- zum Mannesalter bei den Hamer. Es ist eine rituelle Neugeburt mit dem dramatischen Höhepunkt eines Laufes über Bullenrücken, an dessen Ende ein heiratsfähiger Mann mit einem neuen Namen und einer neuen Identität steht.
Besuch eines Dorf der Dasanech, die an beiden Flussufern des Omo bis ins Delta des Turkana-/ Rudolphsees hinein siedeln und sich in vielen Kulturaspekten von ihren Nachbarn unterscheiden.  Möglichkeit in lokalen Einbäumen auf dem Omo zu kreuzen.
Rückkehr nach Turmi.

09 Sa.

Turmi – Markt von Dimeka –Erbore -Konso (210 km) / FMA
Im Mittelpunkt des heutigen Vormittags stand der Markt von Dimeka im Land der Hamer, der zu den Schönsten und Ursprünglichsten des Südomo-Tals zählt. Wir hatten Gelegenheit, die Hamer und das allgemeine Treiben auf dem Markt zu beobachten und zu fotografieren. Nach den erlebnisreichen Tagen im Südomo-Tal kehrten wir anschliessend nach Konso zurück. Bei ausreichender Zeit konnten wir unterwegs noch ein Dorf der Erbore besichtigen. Die Erbore sind die traditionelle Händlerethnie des Südomo-Tals und mit den Oromo und den Tsemay verwandt. Sie leben in wenigen zentralen Dörfern in der Uferregion des verlandeten Stephaniesees und schlafen auf bis zu 5m hohen Hoch-Betten im Freien, um sich auf diese natürliche Weise vor Mücken und der Malaria zu schützen. Weiterfahrt über Berhaile und über dem Weyto-Fluss hinauf in die Konsoberge.
Übernachtung in der Kanta-Lodge, einem lokalen Hotel.

10 So.

Konso – Yabello/Dubluk (230 km) „Singenden Brunnen der Borena“ / FMA Fahrt in östliche Richtung in das von Akaziensavannen und Termitenhügeln geprägte Land der Borena. Die pastoralistischen Borana sind die Senioren, d.h. ursprünglichen Oromo, die bis nach Nordkenya hinein leben. Sie besitzen uralte Viehbrunnen, die z.T. bis zu 40 m tief ausgeschachtet sind und aufgrund der eingängigen Arbeitsgesänge der Wasserschöpfer als „Singende Brunnen“ bezeichnet werden. Übernachtung im einfachen Yabello Hotel oder einem ähnlichen Hotel in Yabello.

11 Mo.

Yabello/Dubluk – Tuto Fella -Awasa (310 km) / FMA
In nördliche Richtung fuhren wir in die Region der Gedeo und Sidamo. Es ist eine immergrüne fruchtbare Gegend mit grossen Kaffeeplantagen und Ananasfeldern. Der Sidamo-Kaffee ist eine der hochwertigsten Kaffeesorten der Welt.  Inmitten dieser üppigen Vegetation finden sich die phallusförmigen und antropomorphen Grabstelen von Tuto-Fella, die wir in der Nähe der Stadt Dila besichtigen werden. Leider ist nur wenig über die Geschichte dieser Megalithkultur bekannt. Man nimmt aber an, dass es sich bei den Gräbern um Helden- und Königsbestattungen handelt. Übernachtung im Pina-Hotel in Awasa.

12 Di.

Awasa – Addis Abeba (290 km) – Rückflug nach Deutschland FMA
Am Morgen, Besuch des Fischmarktes am Awasasee. Anschliessend, Rückfahrt auf guter Asphaltstrasse und entlang der vielen Seen des Rift Valley bis nach Addis Abeba. Ankunft am Nachmittag, anschliessend, orientierende Stadtrundfahrt einschliesslich einer Führung durch das Ethnologische Museum, das in einem der Kaiserpaläste der Stadt untergebracht ist.
Einige Tageszimmer waren im Crown Hotel reserviert, wo wir auch das Abschiedsessen bei typischer Folkloredarbeitung einnahmen. In der Nacht Transfer zum Flughafen und Rückflug mit Egypt Air nach Berlin.

13 Mi.

Ankunft in Berlin.
P R E I S E für 12 Personen:
Preis pro Person ab/an Addis Abeba in einem halben Doppelzimmer 1380,- Euro.
Der Einzelzimmer-Zuschlag beträgt 155,- Euro. Hinzu kamen die Kosten der An- und Rückreise von und nach Berlin (die Flugkosten betrugen  ca. 520 Euro pro Person).

Die folgenden Leistungen inklusive:
1. Hotelunterkunft in Doppelbettzimmern wie im Reiseplan ausgewiesen.
2. Vollpension laut Programm ( F = Frühstück; M= Mittagessen; A = Abendessen).
3. Land-Transporte in Allrad-Fahrzeugen (4×4) ab/ an Addis Abeba mit 4 Gästen/ Fahrzeug.
4. Amharisch und Oromo sprechende ethnologisch qualifizierte Reiseleitung inklusive seines Tageslohns und seiner Unterkunft.
5. Alle Eintrittspreise entsprechend des obigen Reiseplanes.

Die folgenden Leistungen  NICHT INKLUSIVE:
1. Alle Getränke.
2. Entgelte und Trinkgelder fürs Fotografieren und Video-Aufnahmen.
3. Trinkgelder für Reiseleiter, Fahrer und Gepäckträger.
4. Visa-Gebühren.

 

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