September 2014

Prometheus, Medea und Davididen – zwischen Kaukasus, Kachetien und Tiblissi.

Der georgischen Überlieferung nach war es der Apostel Andreas („der Erstberufene“) selbst, der schon im 1. Jahrhundert in weiten Teilen Georgiens das Evangelium verbreitete. Jedenfalls wurde noch vor Rom um 337 im ostgeorgischen Königreich Iberien das Christentum zur Staatsreligion erklärt. Ausschlaggebend für den Umbruch im geistlichen und kulturellen Leben war dabei die Missionstätigkeit der Kappadokierin Nino. Der Legende nach wurde sie in einem Traum von Maria durch die Übergabe eines Weinrebenkreuzes beauftragt, die Georgier zum Christentum zu bekehren. Die Isolation in den Tälern des Kaukasus führte zur Herausbildung einer eigenständigen georgischen Kirchenkunst und –architektur. Sie bewahrt in vielem ganz ursprüngliche Formen, die wir – neben den herrlichen Landschaften Georgiens und den alten mythischen Traditionen von Prometheus und von Jason und Medea – auf unserer Reise kennen lernen werden.

1. Tag: Dienstag, 23.09.2014

Anreise

Flug mit der Ukraine International Airlines von Frankfurt über Kiew nach Tbilissi, der Hauptstadt Georgiens. Im Flughafen Empfang durch unsere deutsch sprechende Reiseleitung. Transfer zum Hotel und Zimmerbezug für eine Nacht.

 

2. Tag: Mittwoch, 24.09.2014

Von Tbilissi zum religiösen Zentrum Mzechta, nach Kinzwisi und in die Kolchis

Fahrt nach Mzcheta: Besichtigung der alten Hauptstadt und des religiösen Zentrums Georgiens (UNESCO-Welterbe) mit der Dschwari-Kirche (6. Jh.) und der Swetizchoveli-Kathedrale (11. Jh., in ihr soll der Leibrock Christi aufbewahrt sein). Anschließend Besuch der Kinzwisi-Kirche mit wunderschönen Wandmalereien (Umsteigung auf Minibusse). Weiterfahrt nach Westgeorgien in das Land des Goldenen Vlies, der Heimat der Medea – Kutaissi in der Kolchis. Wenn möglich Besichtigung der Bagrati-Kathedrale. Abendessen und Übernachtung für eine Nacht im Guesthouse in Kutaissi.

 

3. Tag: Donnerstag, 25.09.2014

Von der Kolchis in den Kaukasus: Kutaissi – Gelati – Uplisziche – Ananuri – Gudauri

Am Morgen Besuch des Klosters Gelati aus dem 12. Jh., eine der frühesten Akademien Europas. Fahrt über Gori (Geburtsort Stalins) zur Höhlenstadt Uplisziche (1.Jt v. Ch.), durch die ein Zweig der sagenumwobenen Seidenstraße führte. Danach Weiterfahrt entlang der Georgischen Heerstraße. Besuch der Wehrkirche Ananuri (17 Jh.) mit dem herrlichen Blick auf den Schinwali-Stausee. Weiterfahrt in die höhere Lagen des Großen Kaukasus nach Gudauri. Abendessen und Übernachtung in Gudauri im Hotel.

 

4. Tag: Freitag, 26.09.2014

Wo Prometheus zwischen den Felsen hing: Kasbegi und Darjali-Schlucht

Entlang des Tergi-Flusses und mit Blick auf hochalpine Landschaften erreichen wir das Dorf Kazbegi. Von hier aus führt eine Wanderung zu der auf 2.170 m hoch gelegenen Gergeti-Dreifaltigkeitskirche (3,5 Stunden, teilweise unbefestigter Weg). Alternativ und gegen Aufpreis kann dieser einmalige Ausflug mit geländegängigen Fahrzeugen durchgeführt werden. Wenn das Wetter mitspielt, ist   einer der höchsten Gletscher im Kaukasus – der Kasbeg (5.047 m) zu sehen. Anschließend Fahrt durch die imposante Darjali-Schlucht bis an die russische Grenze. Rückfahrt nach Tbilissi: Abendessen und Hotelbezug für eine Nacht.

 

5. Tag: Samstag, 27.09.2014

Auf Ninos Spuren und an den Quellen des Weines in Kachetien: Bodbe – Signagi – Alaverdi – Telavi

Fahrt nach Bodbe und Besichtigung des Grabs der hl. Nino im Kloster Bodbe. Anschl. Spaziergang in der befestigten Stadt Signagi aus dem 18. Jh.. Von hier aus genießen wir die wunderschöne Aussicht auf die Berge des Großen Kaukasus. Besuch des Historischen Museums in Signagi. Fahrt nach Telavi. Unterwegs besuchen wir einen Bauernhof mit einem 300-jährigen Weinkeller: Einführung in die georgische Weinherstellung, die sich von der europäischen unterscheidet. Am späten Nachmittag Besuch der Kathedrale von Alaverdi sowie des großen Weinfestes „Alaverdoba“, das um die Kathedrale herum veranstaltet wird und traditionell allen Konfessionen offen steht. Das Fest und der Markt sind auch ein Treffpunkt für die Dörfer und ethnischen Gruppen dieser Region. Hotelbezug für zwei Nächte in Telavi.

 

6. Tag: Sonntag, 28.09.2014

Alte georgische Klosterkulturen: Schuamta – Ikalto – Nekresi  

Nach dem Frühstück Besuch der Alt- und Neuschuamta Klöster (5.-7. Jh.). Anschließend besuchen wir das Kloster Ikalto und die Burganlage Gremi (15Jh.) sowie den Klosterkomplex Nekresi. Die meisten Klöster beherbergen Gräber der Heiligen Väter aus Syrien und sind gleichzeitig Beispiele der einzigartigen georgischen Kirchenbaukunst. Da Kachetien als Weinanbaugebiet durch Küche und Wein bekannt ist, werden wir zu Mittag bei einer Bauernfamilie essen, um die Gastfreundschaft der Einheimischen und leckere hausgemachte Speisen zu kosten. Rückfahrt nach Telavi.

 

7. Tag: Montag, 29.09.2014

Höhlenkloster David Garedscha

Fahrt zum Höhlenkloster David Garedscha in einer stark zerklüfteten Halbwüste an der Grenze zu Aserbaidschan. Das erste Kloster auf diesem Gebiet wurde im 6. Jh. von dem syrischen Vater David gegründet. Später sind noch 18 weitere Klöster entstanden. Der Komplex wurde zum geistlichen Zentrum, in dem bis zu 6.000 Mönche lebten oder zu religiösen Feiertagen pilgerten. Besichtigung des Lawra-Klosters. Für die Wanderung benötigen Sie gutes Schuhwerk. Anschließend Fahrt nach Tbilissi: Hotelbezug für zwei Nächte. Abendessen im Restaurant.

 

8. Tag: Dienstag, 30.09.2014

In der Hauptstadt Tbilissi

Stadtbesichtigung Tbilissi:  Die Stadt hat viele alte und neue Sehenswürdigkeiten zu bieten. Alle interessanten Baudenkmäler in der Altstadt liegen nahe zusammen, so dass diese leicht durch einen kurzen Spaziergang erreichbar sind. Zunächst Besichtigung der Altstadt mit der Metechi-Kirche (13. Jh.) und dem Reiterstandbild des Stadtgründers Wachtang Gorgassali. Von hier hat man einen Blick auf die Mtkwari (Kura), die Altstadt und die Umgebung Tbilissis. Vorbei an den Schwefelbädern zur Nariqala-Festung (4. Jh.) geht es zur Sioni-Kathedrale, in der das Weinrebenkreuz der heiligen Nino aufbewahrt wird. Weiter zur Antschischati-Kirche (6. Jh.), der ältesten Kirche der Stadt. Besuch der Schatzkammer des Historischen Museums (Goldschmiedekunst aus der Zeit des Goldenen Vlies). Abendessen in einem lokalen Restaurant.

 

9. Tag: Mittwoch, 01.10.2014

Rückreise

Am frühen Morgen Transfer zum Flughafen. Rückflug über Kiew nach Frankfurt.

Programmänderungen aus technischen Gründen möglich!

 

 

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